Diabetes-Blog: Meine ersten 6 Monate mit dem CGM-System Eversense XL

Mein Fazit: Verbesserter Langzeitwert, weniger Hypos, entspannterer Alltag

Ein halbes Jahr mit dem Eversense XL System liegt hinter mir, um genau zu sein 175 Tage. Obwohl der Sensor nach wie vor einwandfrei funktioniert, habe ich mich entschlossen, ihn eine Woche vor dem offiziellen Ablaufdatum austauschen zu lassen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Der Eversense XL ist ja seit Mai 2018 auf dem Markt. Er ist das einzige Langzeit- CGM-System bei dem die Glukose im Gewebe bis zu 6 Monate lang gemessen wird. Man hat also bis zu 6 Monate „seine Ruhe“ und muss nicht alle paar Tage oder bestenfalls alle 2 Wochen seinen Sensor wechseln.

Diese Tatsache überzeugte mich damals. Als ich gerade einen Antrag bei der Krankenkasse stellen wollte, traf ich auf einer Diabetesveranstaltung einen Vertreter von Roche Diabetes Care Deutschland, der mich fragte, ob ich den Eversense testen wolle. Da musste ich nicht lange überlegen. Auch den neuen Sensor stellt mir Roche unentgeltlich zur Verfügung, da sie gerne wissen möchten, wie ich den Sensorwechsel empfand, aber auch, damit ich davon berichten kann, ob und wie sich meine Langzeitwerte geändert haben, wie sich mein Alltag mit Sport, Stress, etc. gestaltet.

Auch wenn ich das System unentgeltlich testen darf, ist mir wichtig, dass ich trotzdem meine ehrliche Meinung äußern darf und nichts schönreden muss, falls etwas nicht so toll sein sollte. Wenn ich das nicht dürfte, hätte ich das Angebot abgelehnt.

Erster Sensorwechsel nach knapp 6 Monaten

Letzte Woche stand nun also mein erster Sensorwechsel an. Mein Diabetologe Dr. Mühlen nutzte hierfür dieselbe Setzstelle. Dazu öffnete er die verheilte 0,5 cm kleine Narbe und holte zunächst den alten Sensor heraus, den er oberhalb des Schnittes unter der Haut platziert hatte. Danach machte er eine neue Hauttasche gegenüber der alten Tasche und schob den neuen Sensor in diese unterhalb ins Gewebe. Dadurch hat man am Ende pro Jahr nur eine Narbe, wenn man überhaupt von Narbe bei mir sprechen möchte, denn ich konnte sie mit bloßem Auge kaum noch sehen.

Das Entfernen hat bei mir aufgrund der Tatsache, dass mein Oberarm muskulöser als bei den meisten Menschen ist, statt 5 Minuten rund 10 Minuten gedauert, da mein Arzt den Sensor nicht sofort zu fassen bekam. Immer wenn er ihn fast draußen hatte, ist er ihm wieder entglitten, weil der Sensor sich wahrscheinlich an einer Muskelfaser verheddert hatte. Da ich an der Stelle betäubt war, habe ich nichts gespürt, aber es hat sich komisch angefühlt. Eben weil du nichts spürst und siehst, denkst du, dass der Arzt sicherlich einen riesen Schnitt gemacht hat. Dabei blieb es bei dem 0,5 cm kleinen Schnitt. Die Wunde hat noch nicht einmal geblutet, als Dr. Mühlen sie mit Steri-Strips versorgte und ein Pflaster darüber klebte.

Allerdings hat es dann später kurz nachgeblutet. Als ich abends meinen Pullover auszog, stellte ich fest, dass das Pflaster mit Blut vollgesogen war. Aber da mich Dr. Mühlen darauf hingewiesen hatte, dass durchaus ein paar Tropfen Blut nachtröpfeln können, bat ich einfach meine Frau, das Pflaster vorsichtig abzuziehen, damit die Steri-Strips nicht mit abgehen, und ein neues zu platzieren. Am nächsten Morgen war das Pflaster unbefleckt. Ich spürte an der Schnittstelle ein leichtes Ziehen am Oberarm, besonders wenn ich den Arm bewegte, aber das war nur am ersten Tag nach dem Einsetzen so und ist eher eine Kopfsache, da man ja weiß, dass ein Sensor eingesetzt wurde. Es ist also nichts Unangenehmes. 

Nach dem Neueinsetzen des Sensors ist das System erneut nicht sofort messbereit. Erst nach 24 Stunden beginnt das Kalibrieren. Man muss also in dieser Zeit -wie schon beim ersten Einsetzen-  blutig messen, durchaus ein komisches Gefühl, da ich mich schon so an die Verlässlichkeit des Systems gewöhnt hatte. Interessanter Weise waren gleich beim ersten Kalibrieren meine Werte fast identisch. Und in den Tagen danach hatte ich keine Abweichungen mehr.

Das war beim ersten Einsetzen nicht so. Dort wichen meine Werte in den ersten Tagen noch ab. Aber das ist nichts Ungewöhnliches. Das System muss sich erst auf den Stoffwechsel eines jeden Einzelnen einstellen.

Wichtig ist auch, dass man zum richtigen Zeitpunkt kalibriert. Die Werte sollten möglichst stabil sein. Auf keinen Fall sollte man direkt nach dem Essen, nach einer großen Insulinabgabe oder nach einer Sporteinheit kalibrieren. Eigentlich ist das logisch, doch ich muss zugeben, dass ich das in der ersten Woche ab und zu vergessen hatte. Inzwischen ist hier natürlich Routine eingekehrt, daher passen die Werte. Es bleibt ja auch ein großes Zeitfenster zum Kalibrieren. 

Mein Fazit nach 6 Monaten: verbesserter Langzeitwert, weniger Hypos, entspannterer Alltag

Ich habe den Termin bei Dr. Mühlen auch genutzt, um mit ihm meine Daten vom Transmitter in der Accu-Chek Smart Pix Software auszulesen. Das ist echt cool, weil man direkt auf der Startseite mit Hilfe eines Ampelsystems sieht, was gut läuft oder was noch verbessert werden kann. Auch erkennt die Software Muster. In meinem Fall war das sehr hilfreich, denn so konnte er feststellen, dass mein Spritz-Ess-Abstand am Morgen nicht lang genug ist. Gedacht hatte ich mir das schon, weil meine Werte häufig im Laufe des Vormittags schwankten, aber jetzt habe ich die Bestätigung. Daher spritze ich jetzt immer schon direkt nach dem Aufstehen Insulin. Bis ich dann am Frühstückstisch sitze ist meist eine halbe Stunde vergangen, was für mich optimal ist.

Positiv ist auch, dass sich mein Langzeitwert gebessert hat, weil sich meine Werte nicht mehr so oft im hohen Bereich befinden. Das System warnt mich rechtzeitig indem der Transmitter am Arm vibriert. Zusätzlich kann auch das Smartphone einen Warnton abgeben.

Extrem hilfreich ist auch die Trendanzeige. Sie zeigt auf in welche Richtung sich mein Glukosewert in der nächsten Zeit entwickelt. Früher musste ich das vor dem Zubettgehen immer schätzen. Jetzt kann ich schon eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen verfolgen wohin die Reise mit den Werten geht und muss es nicht einer einzelnen Blutzuckermessung überlassen. Per Pfeil zeigt mir der Eversense an, was mich erwartet. Zeigt der Pfeil nach unten, esse ich noch eine Kleinigkeit, zeigt er nach oben, spritze ich entsprechend. So bin ich seit längerer Zeit nachts immer im grünen Bereich. Sollte in der Nacht aufgrund verschiedenster Umstände sich doch der Wert mal drastisch ändern, werde ich vom System geweckt und muss mir keinen Wecker mehr stellen, weil ich mir für die Nacht unsicher bin. Wenn es aber wirklich mal zu einer Unterzuckerung nachts kommt, dann wird meist meine Frau Inge von dem Geräusch zuerst wach und weckt mich auf. Manchmal ist sich auch Inge unsicher weil meine Atmung komisch ist, dann schaut sie zuerst aufs Handy ob die Werte passen. Wenn ja, dann lässt sie mich weiterschlafen. Ein Traum.

Aber auch der Morgen danach ist gut, denn neugierig schau ich jeden Tag gleich als erstes wie die Nacht war und freue mich noch jedes Mal, wenn der Verlauf komplett grün ist und ich erholsam schlafen konnte.

Wenn ich 6 Monate zurückblicke, dann waren natürlich die ersten Tage nach dem Setzen des Sensors aufregend und spannend.

Meine beiden Blogs hierzu könnt ihr gerne noch mal nachlesen:

Der Tag an dem ich meinen Mitbewohner bekam

Meine erste Woche mit dem Eversense XL

Die Eingewöhnung hat bei mir ein paar Tage gedauert, seither ist mein Eversense mein verlässlicher Begleiter ohne ständig kontrollieren zu müssen. Das ist ja auch der Sinn dahinter. Zunächst dachte ich, die Vibrationen am Transmitter brauche ich nicht, weil ja eh mein Handy pfeift, sobald sich die Werte stark verändern. Aber es gibt genug Situationen wo ich das Handy aus oder lautlos mache, im Flugzeug, bei Meetings, im Restaurant etc., da bin ich froh, dass ich das Vibrieren spüre. Auch beim Autofahren kann ich mich voll auf den Verkehr konzentrieren ohne aufs Handy schauen zu müssen. Ich erkenne an der Art des Vibrierens in welche Richtung sich  mein Wert verändert und kann rechtzeitig gegenregulieren. 

Ich genieße es, spontan aus dem Haus gehen zu können und nicht noch eine Blutzuckermessung abwarten zu müssen. Der kurze Blick aufs Handy reicht und ich weiß, alles ist okay. 

Selbst bei schweißtreibender Arbeit hält das Pflaster

Wie hält das Pflaster des Transmitters bei (starkem) Schwitzen? Wie ist die Verträglichkeit des Pflasters?

Dann war da meine nächste Sorge: Schwitzen. Vor allem im Sommer hatte ich Bedenken, dass mein Transmitterpflaster nicht den ganzen Tag hält, da ich im Garten viele Erdarbeiten zu erledigen hatte. Und tatsächlich kam es vor, dass es abging, aber deutlich seltener als erwartet und wirklich nur bei langer starker Anstrengung. Beim Training hat es bis jetzt immer gehalten. Und wenn der Transmitter abgeht, dann reinige ich die Stelle und klebe ihn mit einem frischen Pflaster wieder drauf. 

Apropos Pflaster. Es juckt überhaupt nicht und eine Hautrötung hatte ich auch noch nicht, da der Kleber auf Silikonbasis ist. Eine Tatsache, die ich nicht mehr missen möchte. 

Wie verhält sich der Eversense XL beim Sport?

Vor allem bei längeren moderaten Bewegungen wie Radfahren bin ich schwer beeindruckt, da ich ständig kontrollieren kann, wann meine Werte sich verändern. Ich konnte in dem halben Jahr vor allem in der Bewegung starke Unterzuckerungen vermeiden. 

Auch beim Gewichtheben hilft mir der Eversense. Er warnt mich natürlich viel schneller vor Unterzuckerungen als ein herkömmliches Blutzuckermessgerät je dazu in der Lage wäre. Allerdings verbrenne ich bei einem intensiven Training so schnell Energie, dass auch der Eversense mich manchmal nicht gänzlich vor Unterzuckerungen bewahren kann, denn dann sind meine Werte im extremen Sinkflug. Da ich ja heute nur noch moderat trainiere, kann ich auch hier meine Werte besser abfangen.

Der (lustige) Alltag mit Eversense XL

Nun ist ja der Eversense auch keine Eier legende Wollmilchsau. Jedoch hat er schon sehr viele Vorteile und um diese optimal zu nutzen, musste ich erst ein paar Wochen Erfahrungen sammeln.

Beispielsweise ist es mir am Anfang das ein oder andere Mal passiert, dass ich für ein paar Stunden aus dem Haus wollte und der Akku vom Transmitter fast leer war. Nun hieß es entweder Ladegerät mitnehmen und wenn möglich unterwegs laden oder eben noch schnell ein paar Minuten anhängen und sicher durch den Tag kommen. Ohnehin dauert der Ladevorgange nur 10-15 Minuten und ich habe mittlerweile gelernt, wie auch beim Handy, ab und zu auf den Ladestand zu schauen und dann aufzuladen wann es mir passt. Es muss ja auch nur alle anderthalb Tage sein. 

Der Transmitter ist übrigens unempfindlich. Wenn ich gegen etwas stoße oder die  Kinder wild mit mir raufen, hält er das alles aus und auch darunter, unter der Haut, passiert nichts. Der Sensor verrutscht nicht und ist beim Ankleben immer zu  finden. Es gibt ja dazu auch eine Platzierungshilfe in der App. 

Ich habe auch schon lustige Erfahrungen mit dem System gemacht. Wenn ich ein langärmliges Shirt  trage, sieht man ja den Transmitter nicht. Allerdings wenn die Werte den Normalbereich verlassen, leuchtet er orangefarben. Durch das Shirt durch hat das schon ein paar Mal für andere Menschen wie eine Zigarettenglut ausgesehen und zwei Menschen sind auch schon auf mich zugestürzt, weil sie dachten, die Glut brennt ein Loch in das Shirt. So kann man den Mitmenschen Typ-1 auch näher bringen. Auch wenn man im Sommer ein Tanktop oder ein ärmelloses T-Shirt trägt, bin ich immer wieder auf das Ding an meinem Oberarm angesprochen worden. Ich finde das super, denn so wird unsere Erkrankung ein Stück weit sichtbar und auch für viele verständlicher.

Einzig meine Kinder mussten sich umstellen: Sie haben sich immer schon aufs Blutzuckermessen gefreut. Da wurde dann diskutiert, wer sticht, wer liest den Wert ab und ich durfte ihn vorher nicht sehen. Das kommt jetzt ja nur noch morgens und abends vor wenn Kalibrierzeit ist, aber sie finden es trotzdem cool, denn so dürfen sie am Smartphone den Wert ablesen und hoffen darauf, dass sie ungestört mit dem Handy weiterspielen können, sollte ich es nicht merken... 

Anfangs wurde ich gefragt ob es mich nicht stört, dass ich Pflaster und Ladegerät mitnehmen muss, wenn ich länger unterwegs bin. Naja, beim Blutzuckermessgerät muss ich ja auch Ersatzstreifen und Batterien dabei haben, falls diese leer werden. Außerdem habe ich ja immer Ersatzsachen für die Insulinpumpe mit, z.B. Katheter, Schlauch, Insulinampulle usw. 

Wir sollten unsere Ansprüche nach absoluter Perfektion ein wenig runterschrauben und zufrieden sein mit dem was wir haben. Das ist gutes Werkzeug für unseren Diabetesalltag. Es ist für mich einfach großartig, wenn ich 2 Stunden im Garten arbeiten und meine Werte ablesen kann, ohne zwischendurch Händewaschen zu müssen. 

Alles in allem bin ich sehr happy mit dem Eversense XL System und freue mich zugleich auch schon wieder auf den nächsten Fortschritt. Denn der kommt bestimmt! 

Euer Matthias Steiner

PS: Ich hatte euch ja gebeten, mir Fragen zu stellen. Vieles habe ich ja bereits beantwortet, aber die am häufigsten gestellten Fragen habe ich hier noch einmal zusammengefasst

 

FAQ’s:

Wie lange dauert das Einsetzen:

Das Einsetzen dauert keine 5 Minuten. Der Arzt desinfiziert und betäubt zunächst die Stelle, macht dann einen 0,3 -0,5 cm kleinen Schnitt und legt mit einem Werkzeug eine kleine Tasche unter der Haut in das Gewebe, in die er den Sensor einschiebt. Der Schnitt wird zugeklebt, dann lediglich mit Steri-Strips und einem kleinen Wundpflaster verschlossen. Das war’s. Kurz und vor allem schmerzlos das Ganze!

Tut das Einsetzen weh?

Nein, du wirst örtlich betäubt. Lediglich den Piks der Betäubungsnadel spürst du kurz. Am nächsten Tag habe ich ein Ziehen an der Stelle gespürt, insbesondere wenn ich den Arm angehoben habe, aber ein richtiger Schmerz war das nicht.

Wird der Sensor immer an derselben Stelle gesetzt?

Ich kann nur für mich und meinen Diabetologen sprechen. Er hat dieselbe Einsetzstelle genutzt, aber eine neue Tasche gelegt. Beim ersten Mal platzierte er den Sensor oberhalb des Schnittes, jetzt beim Neusetzen unterhalb.

Geht der Sensor nach den 6 Monaten wieder leicht raus?

Bei mir hat das Herausnehmen ein paar Minuten länger gedauert, weil ich einen muskulösen Oberarm habe und sich der Sensor wahrscheinlich an einer Muskelfaser verheddert hatte. War aber genauso schmerzlos. Inzwischen kenne ich weitere Eversense-Nutzer, die mir berichteten, dass sie noch nie Probleme hatten, weder beim Vorgängermodell, dem 3-Monats-Sensor, noch jetzt beim XL.

Stimmen die Werte mit dem Blutzuckerwert überein oder gibt es zu bestimmten Zeiten größere Abweichungen? Müssen sie sich immer nach dem Setzen einpendeln?

Als mir der Sensor neu eingesetzt wurde, hatte ich in der ersten Woche noch Abweichungen. Das kann in diesem Zeitraum passieren, weil sich das System erst einmal auf deinen Stoffwechsel einstellen muss. Es muss aber nicht sein. Ich weiß von anderen Nutzern, dass sie gleich von Anfang an nahezu identische Werte hatten. Wichtig ist zum richtigen Zeitpunkt zu kalibrieren. Es dürfen keine großen Schwankungen sein, sprich nicht direkt nach dem Essen oder nach einer großen Anstrengung oder nach einer abgegebenen größeren Insulinmenge kalibrieren, sondern möglichst dann, wenn deine Werte konstant sind. Dann sind die Werte auch identisch.

Wird man vor einer Hypo- oder eine Hyperglykämie gewarnt?

Ja, wird man! Der Transmitter am Arm vibriert und das Smartphone gibt einen Warnton ab. Ich schalte diesen akustischen Warnhinweis nachts allerdings aus, wenn ich zuhause bin und weiß, dass Inge neben mir liegt. Das Tolle aber ist: Du brauchst dein Handy nicht dabei zu haben und wirst trotzdem gewarnt. Im Alltag gibt es viele Situationen wo man das Handy aus hat oder lautlos stellt: im Restaurant, bei Meetings oder im Flugzeug, da ist es einfach ein gutes Gefühl zu wissen, dass man dezent über die Vibration gewarnt wird.

Wird man vom Vibrieren des Transmitters wach?

Ich werde wach oder falls doch mal nicht, auf jeden Fall meine Frau. Aber wie gesagt, das Smartphone kann auch einen Warnton abgeben. Diese Funktion nutze ich, wenn ich alleine unterwegs bin, zum Beispiel nachts im Hotel.

Hatte der Sensor Aussetzer oder Fehlermeldungen?

In den ersten beiden Wochen hatte mein erster Sensor immer wieder kurze Aussetzer. Ich bin aber schnell dahinter gekommen, dass ich den Transmitter nicht genau genug platziert hatte. Man nimmt ja zum Platzieren das Smartphone zur Hilfe. Dort zeigt dir die "Platzierungshilfe" an, wenn der Transmitter optimal sitzt und dann erst klebst du ihn an. Ich habe aber immer meinen Arm, in dem sich der Sensor befindet, beim Bekleben stark angewinkelt. Dadurch war der Transmitter zwar in diesem Moment richtig platziert, aber wenn ich den Arm dann wieder hängen ließ, war er eben nicht mehr optimal platziert. Ich hoffe du verstehst was ich meine. Seither klebe ich den Transmitter erst fest auf, wenn der Arm wieder hängt. Dadurch habe ich keine Aussetzer mehr.

Kann der Sensor mit einer Insulinpumpe verbunden werden?

Soweit ich weiß aktuell noch nicht.

Welche Krankenkasse übernimmt das?

Grundsätzlich ja; das hängt aber von Patient zu Patient und von Krankenkasse zu Krankenkasse ab. Frag einfach deinen Diabetologen und stelle einen Antrag. Auch auf www.eversense.de findest du noch ein paar Infos.

Gibt es für Kinder eine Zulassung?

Aktuell noch nicht. Hier würde ich einfach regelmäßig beim Arzt nachfragen oder auf der Seite Eversense oder von Accu-Chek schauen.

Ist das auch etwas für Typ 2-Diabetiker?

Prinzipiell ja, aber auch das muss der Arzt und entsprechend die Krankenkasse entscheiden.